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Wie finde ich die passende Matratze?

Die Orientierung im Matratzendschungel zu behalten ist manchmal gar nicht so leicht. Heidi Fin
Wiebke Weinberg

Veröffentlicht von Wiebke Weinberg am 23.08.2020

Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens im Bett. Umso wichtiger ist es, auch dort auf die richtige Einrichtung, Qualität und die Gesundheit zu achten. Doch im Matratzendschungel aus Bettenhäusern und unzähligen Anbietern im Internet kann man sich schnell verirren.

Hierzu habe ich mit dem Schlafcoach und Bettenexperten Markus Kamps gesprochen. Im Interview erklärt er, wie man die richtige Matratze finden kann und worauf man beim eigenen Bettsystem achten sollte.

Matratzentypen

Wir haben bereits vor einiger Zeit über die Anschaffung der richtigen Matratze für guten Schlaf berichtet. Da es aber immer wieder neue Anbieter gibt und man sich zwischen den Bettenhäusern und Online-Anbietern meist gar nicht entscheiden kann, verliert man schnell den Überblick im Matratzendchungel. Wir haben die unterschiedlichen Matratzentypen und deren Eigentschaften kurz und knapp für dich zusammengefasst und zur Orientierung mit einem echten Expertem im Betten-Business gesprochen. Das Interview findest du am Ende des Artikels.

Latex-Matratzen

Latex-Matratzen sind bekannt für ihren weichen Liegekomfort. Sie passen sich der Körperform stark an und sind daher besonders für Seitenschläfer*innen zu empfehlen. Außerdem zeichnen sie sich durch ihr hohes Eigengewicht und ihre lange Lebensdauer aus.

Natürlich werden sie, wie viele andere Matratzen auch, in unterschiedlichen Härtegraden angeboten. Durch den meist dicken Kern wird der Körper trotz den weichen äußeren Zonen gestützt.

Kaltschaum-Matratzen

Matratzen aus Kaltschaum sind besonders Atmungsaktiv. In sie sinkt man nur gering bis gar nicht ein und auch ihr Kern ist sehr fest. Kaltschaum-Matratzen sind im Gegensatz zu den Latex-Matratzen sehr leicht und durch ihre stützende Eigenschaften werden sie meist besonders für unruhige Schläfer*innen empfohlen, da sie in jeder Liegeposition einen gewissen Komfort bieten.

Viscoschaum-Matratzen

Diese heißen so, da auf dem Matratzen-Kern eine Viscoschaumauflage liegt. Sie passen sich sehr stark an sowohl die Körperform, als auch an die Körpertemperatur an. Durch die Schaumschicht entwickelt sich ein Gefühl, welches der Schwerelosigkeit ähnelt, was besonders bei bereits vorhandenen Rückenbeschwerden entlastend und schmerzlindernd sein kann.

Viscoschaum-Matratzen zeichnen sich durch den sogenannten „Memory“-Effekt aus. Dieser beschreibt die Eigenschaft, dass sich die Matratze an die Liegeposition „erinnert“ und sich somit individuell anpasst. Aus diesem Grund ist sie aber nicht für unruhige Schläfer*innen empehlenswert, welche sich viel in der Nacht bewegen.

Gel-Matratzen

Gelmatratzen oder Gelschaum-Matratzen wurden besonders in den letzten Jahren durch ihre innovativen Eigenschaften bekannt. Sie verbinden das Liegegefühl und die Anpassungsfähigkeit der Viscoschaum-Matratzen mit der Stützkraft und der temperaturregulierenden Eigenschaft des Kaltschaums. Sie weisen aber nicht den „Memory“-Effekt des Viscoschaums auf und sind daher für sämtliche Schlafpositionen und Körperformen geeignet.

Federkern-Matratzen

Die meist günstigste Wahl beim Matratzenkauf. Die Matratzen bestehen aus einem Gerüst aus Stahlfedern, welche mit einer Polsterung umhüllt sind. Durch die wenig elastische und kaum bewegungsdämpfende Art zu Liegen, werden Federkern-Matratzen jedoch von vielen Orthopäd*innen nicht empfohlen.

Boxspring-Matratzen

Die bekannten Boxspringbetten bestehen, aus einem Holzkasten mit Federkern, Füßen und einem Kopfende. Die Matratze wird auf diesen Holzkasten gelegt und das Bett soll nach Angabe vieler Hersteller eine größere Federung und mehr Komfort bieten als herkömmliche Betten. Normalerweise besteht eine solche Matratze aus zwei Federkern-Matratzen und einer weichen Auflage, dem Topper. In einer Boxspring-Matratze wird diese Methode des Boxspringbettes ohne Kasten in einen Bezug eingebaut.

Das Boxspringbett und auch die Matratze ist aufgrund der hohen Ein- und Ausstiegsposition und dem optimiert federnden Liegegefühl besonders für Personen mit Rückenproblemen oder eingeschränkter Mobilität geeignet. Seit jeher sind sie fester Bestandteil in amerikanischen und skandinavischen Haushalten. Heute findet man sie vermehrt auch im Europäischen Schlafzimmern.

Matratzen und das Schlafklima

Neben dem Liegekomfort und der Rückengesundheit sollte eine Matratze in der Lage sein, Feuchtigkeit und Temperatur im Bett bis zu einem gewissen Maß regulieren zu können. Kaltschaum- und Gel-Matratzen sind beispielsweise oft Atmungsakiv und können somit die Temperatur relativ gut regulieren.

Damit sämtliche Feuchtigkeit hygienisch aufgenommen werden kann, sollte ein waschbarer Matratzenbezug auf die Matratze und unter das Laken gelegt werden. Wird dieser regelmäßig gereinigt, können Gerüche und Bakterien im Bett vorgebeugt werden.

Bei der Regulation von Luft und Feuchtigkeit ist die Luftzufuhr von unten ebenfalls enorm wichtig. Auch aus diesem Grund sollte die Matratze immer auf einem Lattenrost liegen. Hierbei gibt es je nach Körperform und Aktivität während des Schlafs ebenfalls enorme Unterschiede.

Matratzenkauf

Wie du vielleicht bereits gemerkt hast, gibt es ganz schön viel auf das man beim Matratzenkauf achten sollte.

Die Wahl der richtigen Matratze ist enorm wichtig für die Rückengesundheit und einen guten Schlaf. Dennoch fällt es vielen schwer, die optimale Matratze für sich auszuwählen. Wird dann eine zu weiche oder zu harte Matratze gekauft, kann es zu Rückenschmerzen und Schlafstörungen kommen. Auch die Durchblutung und der Kreislauf können durch eine falsch gewählte Matratze gestört werden.

Um dies zu vermeiden haben wir mit dem Schafcoach Markus Kamps gesprochen. Er verriet uns im Interview wie man die perfekte Matratze für den eigenen Typ findet und welche Fehler man vermeiden sollte.

Wichtig ist hierbei auch zu betonen, dass das optimale Schlafsystem aus mehr Elementen besteht, als nur der geeigneten Matratze. Die Zusammensetzung aus dem Lattenrost, der Matratze, wie auch der Decke und dem Kissen sind entscheidend für wirklich guten Schlaf.

Interview - Orientierung im Matratzendschungel

Um dich beim Kauf deiner nächsen Matratze zu unterstützen kannst du dir hier das Interview mit dem Bettenexperten Markus Kamps anhören.

Häufige Fragen zum Artikel

Quellenverzeichnis

Wiebke Weinberg

Wonderwoman im Kampf gegen die Müdigkeit

Wiebke arbeitet auf Veranstaltungen und ist immer unterwegs, egal ob am Tag oder in der Nacht. Als Konzertexpertin und Festivalprofi probiert sie alles, um ihren Körper in jeder ruhigen Minute möglichst effizient zu erholen.
Bei besserschlafen.de ist Wiebke die Mutti für Lifestyle, (Un-)Bewusstsein und hat immer einen guten Tipp parat. Sie hört nie auf, mit spannenden Menschen ins Gespräch zu kommen und Fragt auch gern mal neugierig nach.

wiebke@besserschlafen.de