Der 5 a.m. Club
In seinem Buch „The 5 a.m. Club“ beschreibt Robin Sharma die Morgenroutine der großen Entrepreneurs. Die reichsten und bekanntesten Menschen der Welt sollen sich ihren Erfolg durch frühes Aufstehen und tägliche Weiterentwicklung erarbeitet haben. Sämtliche Punkte ihrer To-Do-Liste sind bereits abgehackt, bevor der Rest der Gesellschaft überhaupt wach geworden ist. Sharma beschreibt hierbei die 20/20/20 Regel, welche die erste Stunde des Tages in drei Phasen aufteilt.
Um Punkt 5.00 Uhr klingelt der Wecker. Bevor man lange überlegen kann, ob man unfassbar müde oder nur schläfrig ist, ist direkt Aktivität angesagt. Die ersten 20 Minuten nach dem Aufwachen sollte Sport getrieben werden, damit man so richtig schwitzt und den Kreislauf in Schwung bringet.
Die Zweite Phase widmet sich ganz der Persönlichkeitsentwicklung und der Ruhe. 20 Minuten soll man möglichst allein verbringen, meditieren, Listen schreiben und sich Gedanken über sich und den angebrochenen Tag machen.
Danach wird wieder Training betrieben, aber diesmal für's Gehirn. In der letzten Phase der ersten Stunde des Tages, wird gelernt. Es können Bücher gelesen, Wissens-Podcasts gehört oder Fremdsprachen geübt werden. Hauptsache die Denkzellen kommen in Schwung.
Jetzt ist es 6.00 Uhr und man hat bereits einen streng geplanten Morgen hinter sich. Und nun? Gibt es Zeit für alle Dinge, für die man scheinbar sonst eben keine Zeit findet.
Zu den Regeln des 5 a.m. Clubs gehört es außerdem, dass in der Nacht und bis die erste Stunde vergangen ist, keine mobilen Elektrogeräte verwendet werden sollten. Das Handy und der Laptop sollen in einem anderen Zimmer warten, bis man selbst bereit, fit und wach ist. Hierbei erwähnt Robin Sharma auch das blaue Licht, welches von solchen Geräten ausgestrahlt wird. Dieses kann einen erholsamen Schlaf durchaus negativ beeinflussen. Mehr Infos hierzu findest du in unseren Artikel über Blaulichtfilter-Brillen.
Die Arbeit und die sozialen Medien können warten, bis du komplett bei dir bist.
Sharma beschreibt in diesem Zusammenhang auch eine Abendroutine, bei der man ab 19.00 Uhr keine mobilen Geräte mehr verwendet, isst und dann mit seinen Liebsten gegen 21.00 Uhr ins Bett geht. Somit müssten ja alle Mitglieder des 5 a.m. Clubs richtige Lerchen sein. Oder?
Doch eher Nachteule?
Widersprüchliche Meinungen und Forschungen behaupten mittlerweile, dass dies den Biorhythmus einer Nachteule komplett aus dem Takt bringt. Mit den immer mehr werdenden freischaffenden und von zu Hause aus arbeitenden Menschen wäre es rückschrittlich zu denken, dass es nur diesen einen Weg gibt um erfolgreich und produktiv durch den Tag zu kommen.
Nichtsdestotrotz fällt es langfristig leichter aufzustehen, wenn man sich eine Morgenroutine schafft. Diese kann jedoch für jeden unterschiedlich aussehen. Je nachdem, welchem Schlaftypen man entspricht. Ist der Ablauf des 5 a.m. Club genau das Richtige für dich und wird auch zu deiner Produktivität beitragen. Wenn du dir deinem Chronotypen bewusst bist, deine biologische Uhr aber eben nicht schon um 5.00 Uhr anfängt zu ticken, dann baue dir deine eigene Routine zu einer späteren Zeit. Struktur in den Tag zu bringen, egal wann, ist ein gutes Mittel um angeregt und energiereich zu bleiben.
5 Tipps für deine eigene Morgenroutine
Dabei funktioniert nicht für jeden das Gleiche. Du erstellst dir also am besten deinen eigenen Morgenroutine Plan. Wir haben ein paar Anregungen und Ideen zusammengestellt, die dir dabei helfen sollen, deine ganz persönliche Morgenroutine zu finden.
Das wichtigste: Sie muss motivierend, machbar und nützlich sein.
Versuch deine Schlafumgebung möglichst ordentlich zu halten.
Es ist wichtig, dass du dich direkt wohl fühlst, sobald du die Augen auf machst. Wenn du als erstes die Unordnung vom Vortag siehst, wachst du mit schlechter Laune auf und hast gar keine Lust das Bett zu verlassen.
Nicht Snoozen - Strecken!
Am besten mobilisierst du dich direkt nach dem Wecker klingeln, um in Schwung zu kommen. Der Gründer des 5 a.m. Clubs schreibt dir sofort nach dem Aufstehen ein 20 minütiges Sportprogramm vor, das muss aber vielleicht gar nicht zwingend sein. Dennoch solltest du deinem Körper ein Signal geben, um wach zu werden. Strecke und räkele dich, mache Yoga oder lauf einmal durch deine Wohnung.
Vermeide elektronische Geräte.
Morgens als erstes E-Mails oder Instagram zu checken, setzt deinen Körper unverzüglich unter Stress. Die Arbeit und die sozialen Medien können warten, bis du komplett bei dir bist. Stell dir gern einen manuellen Wecker und lass Handy und Laptop im Zimmer nebenan.
Schaffe dir angenehmes Licht
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Wenn es dir in einer dunklen Umgebung schwerer fällt aufzustehen, hole dir eine Lampe mit einem nach deinem Empfinden schönen Licht. Durch eine wohlige und dennoch helle Umgebung gewöhnen sich deine Augen schneller und sanfter an die morgendliche Situation.
So schlimm es auch klingt, trink erst später Kaffee.
Natürlich kann Koffein dir helfen, wach zu werden. Du solltest aber vielleicht erstmal ein Glas Wasser trinken, um die Dehydrierung der Nacht auszugleichen. Gewöhne deinen Körper an die vollkommen natürliche Müdigkeit und freue dich auf den Kaffe während des Arbeitsweges.
Häufige Fragen zum Artikel
Jeden Tag nach dem Aufwachen die selben Dinge zu tun kann deine Energien wecken und dich direkt in einen gewohnten Rhythmus bringen. Dies kann dir helfen, schneller aus dem Bett zu kommen und morgens nicht hektisch zu werden, sondern konzentriert zu bleiben und gut gelaunt den Alltag zu beginnen.
Robin Sharma hat eine Theorie entwickelt, nach der es optimal für Erfolg und Kreativität ist, wenn man um 5.00 Uhr morgens aufsteht. Auch die ersten Schritte, also die Morgenroutine, sind nach seinem System genau geplant. In seinem gleichnamigen Buch legt er seine Regeln nieder und umschreibt sie als Geheimformel für den perfekten Start in jeden Tag.
Wenn du bemerkst, dass dein Energie-Level am Morgen nicht hoch genug ist und du dafür aber in den späteren Stunden richtig aufblühst, hast du eventuell den Chronotypen der Nachteule. Dann solltest du dir aber am späteren Morgen dennoch eine Möglichkeit suchen, um schnell und aufgeweckt aus dem Bett zu kommen.
Eine Routine hilft dir, dich auf jeden Tag gleich vorzubereiten. Dies lässt einen Rhythmus entstehen, welcher im Umkehrschluss auch dein Schlafverhalten positiv beeinflussen kann.