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Schlafstörungen

Mondphasen: Wie wirkt sich der Mond auf unseren Schlaf aus?

Vollmonde wirkten schon immer faszinierend auf Menschen
Lara Krüger

Veröffentlicht von Lara Krüger am 02.05.2019

Der Mond und die Erde bewegen sich in voneinander abhängigen Laufbahnen. Diese beeinflussen unseren Blick auf den Mond und bestimmen, wie er von der Sonne beschienen wird. Die perspektivische Veränderung des Mondes nennen wir Mondphasen. Ob es eine Auswirkung der Mondphasen auf die Qualität unseres Schlafes gibt, ist wissenschaftlich umstritten, jedoch berichten viele Menschen von verändertem Schlafverhalten bei unterschiedlichen Mondphasen.

Welche Mondphasen gibt es?

Die Mondphasen werden grob unterteilt in acht Kategorien: Neumond, zunehmender Sichelmond, zunehmender Halbmond, zunehmender Dreiviertelmond, Vollmond, abnehmender Dreiviertelmond, abnehmender Halbmond und abnehmender Sichelmond. Ein gesamter Mondphasenzyklus, auch Lunation genannt, dauert im Schnitt 29.5 Tage.

Ein Neumond entsteht dann, wenn sich der Mond genau zwischen der Erde und der Sonne befindet. Da die Sonne in dieser Phase lediglich die Mondhälfte anstrahlt, die der Erde abgewandt ist, ist der Neumond mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Bei einem Vollmond positionieren sich alle drei Himmelskörper auf einer Linie, wobei sich Sonne und Mond auf den jeweils entgegengesetzten Seiten der Erde befinden. Die Sonne leuchtet nun die der Erde zugewandte Mondseite vollständig an.

Haben die Mondphasen Einfluss auf unseren Schlaf?

Eine Schweizer Studie findet 2013 einen Zusammenhang zwischen Schlafqualität und Mondphase

Einige Menschen geben an, dass sie während des Vollmondes schlechter schlafen. Tatsächlich hat der schweizer Chronobiologe Christian Cajochen 2013 einen Zusammenhang zwischen den Mondphasen und der Schlafqualität seiner Probanden feststellen können. Diese brauchten nicht nur im Schnitt fünf Minuten länger zum Einschlafen, sondern schliefen auch 20 Minuten weniger.

Die Mehrheit der Studien sagen: Kein Zusammenhang zwischen Mondphase und Schlaf

Die Propandengruppe der benannten Studie umfaste allerdings nur 33 Personen- eine eher kleine Stichprobe. Seit der Veröffentlichung der beschriebenen Untersuchung gab es noch viele weitere Studien zum Thema. So hat sich zum Beispiel der Neurowissenschaftler M. Dresler in einer breit angelegten Studie der Frage gewidmet, ob der Mond einen Einfluss auf die Qualität unseres Schlafes hat.

Der Deutschlandfunk zitiert Dresler wie folgt: "Ich glaube wir haben somit die größte Studie gemacht, wir haben über 1000 Probanden angeschaut mit über 2000 Nächten und wir können tatsächlich keinerlei Einfluss finden auf keine einzige Variable im Schlaf" (Quelle: Deutschlandfunk Nova, Jan. 2019)

Bei nächtlichem Aufwachen bleiben Vollmonde besonders im Gedächtnis.

Erinnerung an nächtliches Erwachen bei Vollmond häufiger?

Trotz der Tatsache, dass die Auswirkung der Mondphasen auf unseren Schlaf nicht nachgewiesen ist, geben immer noch überraschend viele Menschen an, dass schlechter Schlaf während des Vollmondes häufig auftritt. Die Erklärung für dieses Phänomen könnte aber ganz einfach sein: Häufig wachen wir nachts auf, ohne uns am nächsten Tag daran zu erinnern. Wenn in einer dieser Wachphasen allerdings ein schöner Vollmond zu sehen ist, bleibt er oft im Gedächtnis.

Häufige Fragen zum Artikel

Lara Krüger

Achtsamkeitsexpertin

Lara studiert Kommunikationswissenschaften und ist leidenschaftliche Langschläferin. In ihrer Freizeit macht sie Yoga, geht wandern oder angelt. Bei besserschlafen.de ist Lara Expertin für Achtsamkeit und die Arbeitswelt.

lara@besserschlafen.de