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Lifestyle & Schlaf

Wie schlafen eigentlich... Katzen?

Katzen, die Langschläfer unter der Vierbeinern. Aleksandar Cvetanovic, Unsplash.
Pari Sepehrband

Veröffentlicht von Pari Sepehrband am 01.07.2020

Ob Mensch oder Tier – Schlaf ist für alle Lebewesen eine Lebensnotwendigkeit. Doch wie machen es die Tiere eigentlich? Alles zum Schlafverhalten von Katzen und warum sie echte Langschläfer sind, erfahrt ihr hier.

Wie schlafen Katzen?

Ob Perser, Ragdoll oder Siam, eines haben Katzen gemeinsam: Sie sind echte Langschläfer. Durchschnittlich 16 Stunden am Tag verbringen die süßen Vierbeiner damit zu schlafen. Zwischen den Schlafphasen legen sie zudem immer wieder kleinere Schlummer-Einheiten ein. Während dieser Einheiten sind ihre Augen zwar geschlossen, jedoch sind ihre Sinne trotzdem geschärft und sie dösen lediglich vor sich hin.

Rund zwei Drittel des Tages der Katzen besteht aus Schlaf – und Ruhephasen. Den Grund für ihre langen Schlafenszeiten sehen Wissenschaftler*innen in der Evolution der Katze. Damals als Katzen noch keine Hauskatzen waren und Katzenfutter nicht im Supermarktregal zu finden war, mussten Katzen in der Wildnis auf Jagd nach Nahrung gehen. Hierfür benötigten sie viel Energie und dementsprechend auch ausgiebige Schlaf – und Ruhephasen.

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Katzen, gemeint sind hier Hauskatzen (Felis silvestris catus), sind die domestizierte Form der Wildkatzen (Felis silvestris). Sie sind Raubtiere und gehören, neben Hunden, zu den beliebtesten Haustieren. Es gibt viele unterschiedliche Katzenrassen, wobei sie in Kurzhaar - , Halblanghaar – und Langhaarrassen. Die männlichen Tiere heißen Kater und sind meist ein wenig größer als die weiblichen Tiere. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen, die ausschließlich im Haus leben, beträgt in etwa 10 bis 16 Jahre.

 

Sie gelten gemeinhin als nachtaktive Tiere. Tatsächlich sind sie aber dämmerungsaktive Tiere, das heißt sie sind besonders in den Übergangsphasen vom Tag zur Nacht und von der Nacht zum Tag aktiv. In der Regel passen sich Hauskatzen den Schlafgewohnheiten der Menschen an. Im alten Ägypten (4000 vor Christus) genossen Katzen eine besondere Stellung und wurden zeitweise sogar als heilig angesehen.

Können Katzen träumen?

Die Schlafphasen von Mensch und Katze ähneln sich sehr. So träumen Katzen auch während sie schlafen. Ebenso wie wir Menschen, träumen Katzen in der Tiefschlafphase, der sogenannten REM-PhasenDie Schlafphasen: Welche gibt es und was bedeutet REM? (Rapid Eye Movement). Während der REM-Phase, welche in etwa 20 bis 25 Prozent unserer Schlafphase ausmacht, kommt es zu den typischen schnellen Augenbewegungen. Auch bei Katzen machen sich während dieser Phase besondere Bewegungen bemerkbar. Hier kann es zu leichten Zuckungen der Pfoten, des Schwanzes und der Schnurrhaare kommen.

Die Traumphasen sind für Mensch und Katze wichtig, da das Erlebte und Sinnesreize in diesen Phasen verarbeitet wird. Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass Katzen von der Jagd träumen und sich so auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten. Es war der Wissenschaftler und Pionier der Schlafforschung William C. Dement, der das Schlafverhalten von Katzen untersuchte und im Jahr 1958 erstmalig herausfand, dass Katzen auch eine Tiefschlafphase, beziehungsweise REM-Phase erleben.

Ob Katze oder Mensch: Schlaf ist für das Wohlbefinden und die Gesundheit aller Lebewesen wichtig. Wenn Katzen nicht genügend schlafen oder in einer unruhigen Umgebung nicht zur Ruhe kommen, hat dies negative Auswirkungen auf das Leben der Katze.


Quellenverzeichnis

Pari Sepehrband

Als Schauspielerin spielte Pari auf der Bühne und schrieb ihre eigenen Theatertexte. Nach ihrer Schauspielausbildung begann sie das Studium der Publizistik und Theaterwissenschaft. Mittelpunkt ihrer Arbeit ist ein ganzheitliches Verständnis über Gesundheit als Beziehung zwischen Geist und Körper.

pari@besserschlafen.de